• Trespe.jpg
  • essler.jpg
  • sager.jpg
  • antholzer.jpg
  • Pichlmaier.jpg
  • OpelHuber.jpg
  • vkb.jpg
  • Kraus.jpg
  • Rebmann.jpg
  • lohmeier.jpg
  • Kirschner.jpg
  • axa.jpg
  • vogt.jpg

Patenbitten Fortuna-Schützen Egglkofen

Geschrieben von Christian am .

 

 

Mit einem Bus voller Mitglieder war der Egglkofener Schützenverein Fortuna im niederbayerischen Bonbruck eingefallen, und seine Schützenkompanie erschreckte die Bewohner mit Salutschießen, mit schneller Serie und Doppelschlag. Dann verzog man sich stillschweigend ins Reibschützenhaus, wo bereits viele Reibschützen versammelt waren. Warum nur?

Ein Händedruck der beiden Schützenmeister Markus Grinzinger (links) und Karl-Heinz Bachmaier besiegelte schließlich die Patenschaft für das Schützenfest, das im Juli dieses Jahres gefeiert werden soll.

Eine Antwort auf diese Frage musste erst noch auf sich warten
lassen. Denn zunächst stellten die Fortunaschützen Anita und Ludwig Plinninger in einem Sketch die Vorteile niederbayerischer Kultur, Politik und des Kirchenlebens heraus. Am Ende stand die Feststellung, dass in einem solchen Milieu beste Paten heranwachsen würden. Jedenfalls würde man in Oberbayern keinen Paten von der Qualität der Reibschützen finden.

Nun wurde der heimische Verein doch neugierig, und Schützenmeister Karl-Heinz Bachmaier stellte dann die Frage: „Was macht’s denn ihr hier? Was wollt ihr überhaupt?“ Gerade staunte Fortunas Schützenmeister Markus Grinzinger: „Ja wisst ihr no gar nix?“, da schrie Anita in den Saal: „Mei, der Briaf ist ned wegganga. Der Briaf is ja no da! Da steht alles drin. I lies ihn eich vor.“

Und dann kam es heraus: Die Fortunaschützen feiern im Sommer ihr 150. Gründungsfest. Und weil die Reibschützen vor 30 Jahren schon einmal der Göd waren, würde man diese darum bi!en, dieses Amt wieder zu übernehmen.

Das war dann der Zeitpunkt für Moderator Christian Senftl, die Reibschützen zu beruhigen, ihnen eine Pause anzubieten und die beiden Vereinsmusiker Dominik (Bonbruck) und Sepp (Egglkofen) aufzufordern, besänftigende Weisen zum Abendessen zu spielen.

Nach opulentem Schweins- oder Rinderbraten ha!en die Reiber sich so erholt, dass sie nach Angeboten fragten. Markus Grinzinger fing an, mit einer Flasche Schlossweiherwasser und einem Blechfassl Uraltbier zu locken, setzte sich dann aber erschrocken auf seinen Lederhosenboden, als er die Forderungen der anderen vernahm: „Weißwürste, Bier, Essen und 500 Liter Bier!“

Der eiligst zusammengesetzte Festausschuss beriet nun neu, akzeptierte die Weißwürst, wollte aber nicht mehr als ein paar alte Bierflaschen dazugeben. Doch wurden nach der nächsten Verhandlungsrunde neue Beratungen fällig, denn 400 Liter Bier schien Fortuna immer noch zu hoch. Dann kam es zu einer ersten Einigung. Den Bi!stellern wurde erlaubt, durch das Lösen verschiedener Aufgaben den Bierbedarf zu senken. Auf einem sehr spitzen Holzscheit kniend, mussten fünf Mitglieder ein „Drei Gänge Menü“ verzehren, bei dem die Gewürze und Zutaten aus einer Hexenküche zu stammen schienen. Mit Verachtung würgten die Geforderten die Speisen hinunter.

Das führte schließlich zum erfolgreichen Verhandlungsende: Die Reibschützen stellen den Göd’n! Es gibt dafür am Fes!ag früh ein Weißwurstessen, 75 Liter Freibier und zur Nachfeier einen Besuch der Brauerei „Bräu im Moos“ – ein maßvolles Ergebnis. 

Quelle: https://www.ovb-heimatzeitungen.de/muehldorf/2018/02/19/masslose-forderungen-ins-massvolle-verhandelt.ovb

Weitere Bilder gibts hier